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Pressemitteilungen | Rezensionen
maerkischeallgemeine.de | 16. Mai 2011
Frauenpower in der Galerie Finissage
Autorin Tanja Wekwerth unterstützte die Künstlerinnen Susanne Zinser und Julia Tham
Von Fritz Hermann Köser
ORANIENBURG die Nase war breit, die Augen standen weit auseinander. Hille hieß die alte Jungfer, "sie hatte einen stinkenden Atem", erzählt Tanja Wekwerth. In der Oranienburger Galerie Kulturdeponie in der Bernauer Straße las die Autorin aus ihrem Buch "Das Haus der Hebamme". Anlass war eine Finissage. Die Malerin Susanne Zinser und die Fotografin Julia Tham hatte in der Galerie ihre Arbeiten gezeigt.
Gekommen sind vor allem Frauen und einige Mädchen. Ein Mann hält tapfer die Fahne hoch. Die Galerie ist gut besucht, es gibt Sekt, Wein und Saft, einige sitzen auf Stühlen, andere haben es sich auf einer Decke mit Sitzkissen bequem gemacht.
Tanja Wekwerth springt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sie schreibt auffallend lebendig, bildreich und detailversessen. In ihrem Roman geht es um zwei starke Frauen unterschiedlicher Generationen, deren Schicksale auf seltsame Weise miteinander verwoben zu sein scheinen.
Innenarchitektin Anne entdeckt ein altes Haus auf dem Land. Sie ahnt, dass es eine Geschichte zu erzählen hat. Vor vielen Jahren lebte dort Maria, die mit ihren Schwestern gei einer hartherzigen Stiefmutter aufwuchs. Erst, als sie bei der alten Hebamme Runa in die Lehre ging, fand sie ihre Bestimmung. Für Anne verweben sich Hoffnungen und Sehnsüchte immer stärker mit denen der Hebamme Maria. Auch sie erkennt, dass sie ihren eigenen Weg finden muss.
Tanja Wekwerth ist von alten Gebäuden fasziniert, wie sie nach der Lesung den Zuhörern erklärt. Was ist ihre Geschichte, frage sie sich regelmäßig. Beim Schreiben gehe die 44-Jährige behutsam mit ihren Figuren um: "Ich muss sie nach und nach kennenlernen, dann erst stellen sie sich mir vor."
Wie die Ex-Stewardess zu ihren Einfällen kommt, weiß sie selber nicht genau. Manchmal hat sie das Gefühl, die Geschichte gebe es bereits. Tanja Wekwerth: "Aber ich bin auserkoren, sie aufzuschreiben."
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Histo-Couch.de | März 2010
„Vom Gefühl, nie ganz vollständig zu sein“
- von RITA DEL'AGNESE
Unbeschwert wächst May bei der Pensionswirtin Molly heran, die sie für ihre Mutter hält. Auch von ihrer Zwillingsschwester April, die als Adoptivtochter einer Berliner Kaufmannsfamilie heranwächst, ahnt May zunächst nichts. Ähnlich ergeht es April, die zwar weiss, dass sie als Baby adoptiert worden ist, der man ihre Zwillingsschwester aber verschwiegen hat. Je älter die beiden Mädchen werden, desto deutlicher haben sie das Gefühl, nie ganz vollständig zu sein. Als May durch einen Zufall von ihrer „Zwillingsgeburt“ erfährt, versucht sie Kontakt zu ihrer Schwester aufzunehmen. Doch dies gestaltet sich schwieriger, als May und Molly sich das vorgestellt haben.
Humor und Gesellschaftskritik
Tanja Wekwerth hat es verstanden, die Geschichte in einen humorvollen Rahmen zu passen und dennoch nicht auf kritische Betrachtungen über die englische Gesellschaft in den 20er Jahren zu verzichten. Die naive Molly wird als warmherzige Frau geschildert, die so sehr mit der Pension „Old Inn“ verbunden ist, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse weit hintenan stellt. Ganz anders die wahre Mutter der beiden Zwillingsmädchen: Sie träumt von einer Karriere als Schauspielerin, der die beiden Töchter im Wege stehen. Die Mädchen selber werden als ungewöhnliche Persönlichkeiten skizziert, was der Geschichte eine feine Note ins Ironische verleiht.
Verzicht auf Kitsch
Obwohl sich der Plot zunächst rührend, aber wenig tiefgreifend anhört, legt die Autorin ganz selbstverständlich den Finger auf die allzu menschlichen Schwachpunkte. Die Unreife und der Egoismus der Schauspielerin ist hier nur eines der Beispiele. Das Unvermögen der deutschen Adoptivmutter, mit dem unerwarteten Wesen ihrer so lang ersehnten Tochter umzugehen, ein anderer. Die menschlichen Schwächen, mit denen jede einzelne der Figuren zu kämpfen hat, macht den Roman Mitternachtsmädchen zu einem liebenswürdigen und immer wieder auch einmal schonungslos entlarvendem Werk. Sowohl die Schauplätze als auch die zeitliche Ansiedlung sind fein abgestimmt und bilden den passenden Rahmen.
Sich darauf einlassen
Von ihrer Leserschaft fordert die Autorin einiges: So muss, wer das Buch Mitternachtsmädchen in seinen ganzen schillernden Facetten geniessen will, bereit sein, sich ganz auf die Geschichte einzulassen und nichts in Frage zu stellen. Nur so entfaltet sich das volle Volumen und lädt den Lesenden dazu ein, eine ungewöhnliche Welt zu betreten. Und so ist Mitternachtsmädchen eine ebenso charmante wie tiefgründige Geschichte, die da und dort dem Lesenden unvermittelt einen Spiegel vorhält, ohne je verletzend zu sein.
Originalartikel zu finden bei:
http://www.histo-couch.de/tanja-wekwerth-mitternachtsmaedchen.html
Lettra.tv | 07.12.2009
"In diesem zauberhaften Buch der noch wenig bekannten Autorin Tanja Wekwerth geht es um Familiengeheimnisse, Lügen und verschwiegene Wahrheiten. Gefühlvoll und wunderbar detailliert beschreibt sie nicht nur die englische Küstenlandschaft, sondern nimmt den Leser mit auf die lebenslange Suche ihrer "Mitternachtsmädchen". NOCH ist dieser Roman ein Geheimtipp - absolut fesselnd und lesenswert!"
Buechereule.de | 30.09.2009
"Mit 'Mitternachtsmädchen' hat Tanja Wekwerth einmal mehr bewiesen, dass sie auch in der Lage ist, über ernste Themen zu schreiben und einen wunderbaren Roman geschaffen."
Laura | 09.09.2009
"Tanja Wekwerths Roman überspannt Jahrzehnte, Generationen und Kontinente - ein Buch zum Träumen und Abschalten."
Tagesspiegel | 13.10.2003
"Auf verschlungenen Wegen durch Frau Holles Garten" Tanja Wekwerth wanderte über Herbstwiesen nach Stolpe
Stolpe. Früher klang das nach nicht mehr als einem trostlosen Grenzübergang. Man sah zu, dass man weiter kam, mit klammem Gefühl, und wer wusste schon von dem idyllischen Dörfchen Stolpe, das dahinter lag, eingebettet in Bilderbuchwiesen?
Eine uralte, sandige Kastanienallee führt hier hin, zwischen wogendem Grasland und den Stolper Reitschulweiden hindurch, schnurgerade von Hohen Neuendorf nach Stolpe. Sehr malerisch und ehrwürdig ist diese Straße. Aber es sind die vielen schmalen Wege daneben, nicht mehr als Trampelpfade durch wild blühende Wiesen, die einen besonderen Zauber haben und das Kind in mir wecken. Froh wandere ich auf Schlangenpfaden, und plötzlich ist der Himmel so nah.
Hinter Pflaumen- und Mirabellenbüschen entdecke ich einen geheimnisvoll verwilderten Garten, voll von Obstbäumen und Hagebuttenbüschen. Wo bin ich? Auf den Wiesen von Frau Holle, so kommt es mir vor. Sollte ich einen Apfelbaum schütteln? Die Holunderbäume tragen schwer an ihren Dolden. Man könnte sie ernten und Hollersirup daraus machen. Im Sommer hatte ich mich mit den Kindern unter die reich tragenden Kirschbäume gestellt, die lange keinem mehr gehören, und lachend haben wir uns rote Münder gefuttert, und unter jedem Baum schmeckte es anders: hier etwas bitter, dort süß-sauer. Wie im Schlaraffenland.
Dann ging’s weiter über kurvige Pfade. „Warum schlängeln sich Wege?“, frage ich mich hier immer. Ich habe mal gelesen, dass Menschen und Tiere seit Jahrhunderten intuitiv den Kraftachsen der Erde folgen – eine schöne Vorstellung: So tanke ich mit jedem Schritt neue Energien. „Der Weg ist das Ziel!", sagt der Weise, so auch hier, denn viele Wege kreuzen sich. Einige führen ins Nichts, andere in eine verfallene Scheune, verlieren sich im Gras oder gelangen zu einer befahrenen Straße, die dem Zauber ein rasches Ende bereitet.
Doch einer dieser Wege schlängelt sich zurück, durch Frau Holles Garten, auf die schnurgerade Kastanienallee zu, die in Stolpes holperiger Dorfstraße mündet. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Hinter der alten Kirche ruht ein Friedhof, in den Vorgärten der Bauernhäuser (viele davon geschmackvoll saniert) leuchten Dahlien, späte Rosen und verblühende Sonnenblumen. Der „Dorfkrug“ lädt zur Pause ein, auch die „Krumme Linde“ ist ein gemütliches Landgasthaus, und tatsächlich steht eine krumme Linde davor. Ich setze mich, trinke eine Tasse Kaffee, auf der Aue rauschen Walnussbäume, ein Hahn kräht. Ich genieße die friedvolle Atmosphäre und freue mich auf den Rückweg.
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amazon.de | 15.1.2010
Eine wunderbare Freundschaft entsteht sowohl in der Gegenwart,zwischen Rentner Otto und der ziellosen Studentin Elisabeth und bestand in den 30er Jahren zwischen Otto und Esther,bei der er als Gärtner angestellt war.
Eigentlich mag ich keine Bücher über Krieg,Nazis und Judenverfolgung,aber diese Themen treten hier eher im Hintergrund und erst gegen Ende des Buches auf.
Die Geschichte hat mich sehr berührt,aber auch glücklich gemacht.Man verliert sich herrlich in seiner Fantasie,sieht sowohl die kleine Oase auf dem Dach von Elisabeth's Mietshaus als auch Esther's wunderschönen,riesigen Garten.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen.
Balsam für die Seele!
amazon.de | 22.10.2008
Dieses Buch ist bittersüß geschrieben. Es handelt von einer jungen Frau, die ziellos durchs Leben streift, bis sie einen alten Herrn betreuen soll. Der war früher der Gärtner von Frau Esther, einer jungen Jüdin. Voller Hingabe und Bewunderung erzählt der Mann von ihr und ihrer Geschichte. Ihrer gemeinsamen Liebe für den prächtigen Garten und seiner großen Verehrung für die ferne Herrin. Doch leider bricht in Deutschland eine andere Zeit an, Hitler kommt an die Macht und für die Juden beginnt eine furchtbare Zeit.
Während der Wochen, in denen der alte Mann erzählt, verändert sich auch im Leben der jungen Frau etwas. Sie will sich ändern und ihrem Lebe eine Wendung geben.
Alles in allem hat mich das Buch gefesselt. Ich habe den Garten förmlich gesehen und gerochen; ich habe Esther lieb gewonnen und ihre Familie. Ich habe mit ihr gelitten. Und es gibt nur deshalb keine 5 Sterne, weil die Geschichte offen ausgeht: Ich weiß nicht, wie es mit Esther und der Familie endet noch weiß ich, was aus der jungen Elisabeth wird.
Mehr Kundenrezensionen zu "Esthers Garten" gibt es hier, bei amazon.de zu lesen.
"Sensibel erzählt!" (Super Illu)
"Genau wie die Hauptfigur Anne, werden die LeserInnen von der malerisch-romantischen Umgebung geradezu verführt." (Prignitz Online)
"Tanja Wekwerth schildert einfühlsam Annes Erlebnisse zwischen Morgennebel, Waldseen und Birkenwäldern." (Märkische Allgemeine Zeitung)
amazon.de | 17.05.2005
"Das Haus der Hebamme" hat mich auf besondere Weise gefesselt. Oft ist es mir nicht gelungen, ein Ende zu finden und das Buch zur Seite zu legen. Die Sprache und die Bilder, die Tanja Wekwerth in diesem Roman gebraucht, lassen den Leser tief in die Geschichte eintauchen, so daß man auch nach der Lektüre noch lange im Bann dieses Buches ist. Besonders die Geschichte der Maria hat mich tief beeindruckt und ich hätte gern mehr über sie erfahren.
Ich hoffe, Tanja Wekwerth schenkt uns noch mehr solcher Romane und stellt so weiter unter Beweis, daß man durchaus verschiedene Schreibstile haben und damit erfolgreich sein kann! Danke für dieses schöne Buch....
amazon.de | 20.12.2004
„Das Haus der Hebamme" ist ein wundervolles Buch, das ich ohne Wenn und Aber weiterempfehlen möchte. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Jede Seite ist spannend, es ist von Anfang bis Ende sehr emotional, tiefgehend und bewegend. Es lädt zum Nachdenken ein und man fängt automatisch an, seinen stressvollen und oberflächlichen Alltag in der Großstadt zu überdenken.
Man sollte die Bücher „Das Haus der Hebamme" und „Emma über den Wolken" nicht vergleichen. „Emma über den Wolken" ist unglaublich witzig, spritzig, jung, dynamisch und bis zur letzten Seite spannend.
Tanja Wekwerth hat ihren Still verändert. Sie hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen und hat sich in ihrer Schreibweise sehr gesteigert. Ich freue mich jetzt schon auf ihre nächsten Werke. Weiter so, liebe Frau Wekwerth.
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